Veröffentlicht am 02.11.2026 - Redakteur: Eva Seifried
Bei sonnigem Herbstwetter fand im Oktober der diesjährige Herbstausflug des Vereins zur Förderung und Erhaltung der St.-Moritz-Kirche e. V. statt. Ziel war diesmal die Wallfahrtskirche „Zu Unserer Lieben Frau und den 14 Heiligen Nothelfern“ in Söllitz bei Trausnitz.Die Teilnehmer, die in Fahrgemeinschaften durch die reizvolle oberpfälzer Hügellandschaft angereist waren, wurden vor Ort vom ehemaligen Kirchenpfleger Ernst Zimmerer sowie von Elisabeth Schärtl und ihrem Sohn Konrad empfangen, die sich seit vielen Jahren mit Mesnerdiensten um das Gotteshaus kümmern.Die Erstmals im Jahr 1508 urkundlich erwähnt, fiel sie 1872 nach einem Blitzeinschlag bis auf die Grundmauern einem Brand zum Opfer und musste wieder aufgebaut werden. Glücklicherweise konnten wertvolle Figuren gerettet werden, die heute noch bewundert werden können. Besonders ins Auge fallen die vier lebensgroßen Holzplastiken der Heiligen Apollonia, Barbara, Katharina und Ursula. In einer Nische, in der sich vermutlich früher ein weiterer Ausgang befand, beeindruckt eine eindrucksvolle Kreuzigungsgruppe. Unter der zweigeschossigen Empore befinden sich eine Lourdesmadonna und zahlreiche Votivtafeln, die von der langen Wallfahrtstradition des Ortes zeugen.
Auch die historische Orgel auf der obersten Empore ließen sich die Ausflügler nicht entgehen. Sie wurde Mitte des 19. Jahrhunderts vom Amberger Orgelbauer Friedrich Specht erbaut und ist bis heute in Betrieb.
Besonders hervorzuheben ist der hervorragende Gesamtzustand des Gotteshauses. Im Jahr 2025 wurde eine aufwendige Außenrenovierung abgeschlossen, während der Innenraum in hellem Weiß erstrahlt. Wie die Kirchenführer betonten, stand die gesamte Dorfgemeinschaft seit jeher hinter ihrer Kirche. Dieses Engagement hält erfreulicherweise bis in die Gegenwart an.
Zum Dank für die interessanten Einblicke und Erläuterungen überreichte der Vereinsvorsitzende Harald Puckschamel den Gastgebern eine Flasche Wein und übergab eine Spende zugunsten der Kirche.
Im Anschluss setzte die Gruppe ihre Fahrt im Konvoi rund um die Trausnitz-Talsperre fort. Dort wird die Pfreimd aufgestaut und seit 1952 jährlich zur Erzeugung von rund 3,8 Gigawattstunden Strom genutzt. Darüber hinaus erfreut sich die lang gestreckte Wasserlandschaft großer Beliebtheit als Naherholungsgebiet. Auch ein Campingplatz hat sich dort in jüngerer Zeit angesiedelt.
Den gemütlichen Abschluss des gelungenen Herbstausflugs bildete eine Einkehr in der Gaststätte „Hubertus“ in Weiden, wo die Teilnehmer den erlebnisreichen Tag in geselliger Runde ausklingen ließen.
Bildunterschrift: Kirchenführer: Elisabeth Schärtl - zweite von links und Ernst Zimmerer - zweiter von rechts