Veröffentlicht am 18.09.2026 - Redakteur: Hans Kneißl
Es scheint fast wie ein verhextes Ritual zu sein: Wenn der Zapfwellenstammtisch „Alt´s Glump“ zum Traktortreffen lädt, öffnet der Himmel seine Schleusen. Ein Erfolg wurde das Traktortreffen dennoch.
Auch bei der mittlerweile fünften Auflage des beliebten Traktortreffens ließen sich weder die Aktiven noch die rundum begeisterten Besucher vom Regen die Laune verderben. Das Festwochenende startete bereits am Samstag, 12. September, mit dem traditionellen Vorglühabend. Schon am ersten Abend reisten rund 30 Traktoren an. Viele der Fahrer hatten ihre Wohnwagen im Schlepptau und richteten sich gemütlich auf dem Festgelände ein. Bei Bier, Bratwurstsemmeln und guter Laune wurde teils bis spät in die Nacht gefachsimpelt und gefeiert.
Der Sonntag brachte das wettertechnische Déjà-vu. Wie bereits bei allen vier vorangegangenen Treffen regnete es auch diesmal. Das hielt die Traktor-Fans jedoch keineswegs ab. Pünktlich wurden überall auf dem Gelände die Motoren gestartet. Neben zahlreichen alten Traktoren gab es für die Besucher jede Menge historische Technik im Einsatz zu bestaunen. Ein lauter Steinbrecher, ratternde Kreissägen und sogar eine voll funktionstüchtige Schmiede zogen die Blicke auf sich und zeigten eindrucksvoll, wie schwer die Arbeit in früheren Zeiten war. Ein besonderer Höhepunkt für den ganzen Ort folgte am Sonntagnachmittag: Um 14.30 Uhr setzten sich die Maschinen in Bewegung und präsentierten sich bei einer großen Rundfahrt durch Mantel den Zuschauern am Straßenrand.
Das absolute Highlight des Tages auf dem Festgelände war das ganztägig stattfindende Bremswagenziehen. Hier ging es um rohe Pferdestärken und pure Zugkraft. Die Zuschauer erlebten einen spannenden Generationenvergleich: Während legendäre Oldtimer wie ein kerniger Lanz ihre unverwüstliche Kraft unter Beweis stellten, traten auch moderne Giganten von Fendt und John Deere an, um die schwere Last über die Piste zu ziehen. Ein Spektakel, das trotz aufgeweichtem Boden für großen Jubel sorgte.
Für das leibliche Wohl zur Mittagszeit war bestens gesorgt: Die Firma Holzer übernahm das Catering und servierte den hungrigen Gästen ein deftiges Mittagessen. Als der Regen am Nachmittag noch einmal zulegte, verlagerte sich das Geschehen kurzerhand ins trockene Festzelt. Bei Kaffee und hausgemachtem Kuchen blieb die Stimmung fantastisch. Anstatt wegen des Wetters vorzeitig nach Hause zu gehen, kamen sogar noch zusätzliche Besucher hinzu und füllten das Zelt.
Großer Dank ging an alle Helfer und fleißigen Bäcker. Am Ende des Tages zog der Zapfwellenstammtisch eine positive Bilanz. Das fünfte Traktortreffen, bei dem insgesamt ungefähr 130 Traktoren den Weg nach Mantel gefunden hatten, war ein gelungenes Wochenende, das einmal mehr bewies: Wahre Traktor-Enthusiasten sind eben nicht aus Zucker.
Zu den ausgewählten Bildern empfehle ich folgende Texte:
Bild „Bulldog 2026 (2)“: Mit Flachriemenantrieb arbeitet der Schmiedehammer. Das heiße Eisen wird mit dem Schmiedehammer bearbeitet.
Bild „Bulldog 2026 (1)“: In der mobilen Esse wird ein Stück Eisen auf über 1000 Grad erhitzt.
Bild „Bulldog 2026 (3)“: Zur weiteren Verarbeitung nutzt der Schmied Amboss und Hammer.
Bild „Bulldog 2026 (9)“: Auch die Steinbrechmaschine arbeitet mit Flachriemenantrieb.
Bild „Bulldog 2026 (10)“: Sie zerkleinert alte Dachziegel zu grobkörnigem Material.
Bild „Bulldog 2026 (30)“: Höhepunkt des Festes war die Paradefahrt der Bulldogs über den Markt und zurück zum Festplatz.