Viele Zuschauer bei der konstituierenden Sitzung des Marktgemeinderates Mantel

Veröffentlicht am 19.05.2026 - Redakteur: Eva Seifried

In Erwartung der großen Zuhörerzahl war die erste Sitzung des neuen Marktgemeinderates in die Aula der Grundschule verlegt worden. Man hätte meinen können, es wäre das Neujahrskonzert, denn über 100 Zuhörer strebten zur Schule und es mussten noch zusätzlich Stühle herbeigeschafft werden. Bürgermeister Richard Kammerer begrüßte die komplette Verwaltung und lobte den würdigen Rahmen mit Kerze und Manteler Wappen. Kämmerin Barbara Fütterer hatte alles bestens vorbereitet. Schriftführer war noch leitender Beamter Stefan Diedl, sein Nachfolger Johann-Peter Wiesent half bei den Wahlen der Bürgermeister mit. Johann Gurdan(CSU) wurde für 18 Jahre Mitarbeit im Marktgemeinderat verabschiedet davon sieben Jahre als dritter Bürgermeister. Er habe die Arbeit gerne gemacht, es sei eine spannende Zeit gewesen. Andrea Bertelshofer (SPD) wurde nach 23 Jahren verabschiedet. „Wir haben viel erlebt und viel gearbeitet“. Das neue Gremium hat viel vor. „Es war mir eine Ehre im Marktgemeinderat zu sein“, so Bertelshofer. Philipp Fuhrmann war sechs Jahre Mitglied im Gremium, für ihn war es eine interessante Zeit, er hat viel gelernt. Herbert Steiner war ebenfalls sechs Jahre im Marktgemeinderat und hat als einziger zwei Seiten der Kommunalarbeit kennengelernt als Mitarbeiter der Verwaltung und Kämmerer und als Marktgemeinderat. Als neue Marktgemeinderatsmitglieder wurden Vanessa Brüderer, Max Heindl und Reinhold Meier von der Bürgerliste Mantel vereidigt und Markus Gräf von der AfD. Siegfried Janner der jetzt der Bürgerliste angehört war schon vorher im Gremium und musste nicht mehr vereidigt werden. Vanessa Brüderer von der Bürgerliste argumentierte beim Beschluss ob es einen oder zwei Stellvertreter geben soll, dass bei den Wahlen von den anderen Parteien auch keine Vorschläge für das Bürgermeisteramt kamen. Die Bürgerliste ist gegen ein zusätzliches Amt, ein Stellvertreter würde reichen. Der Marktrat beschloss dennoch, zwei Stellvertreter für den Bürgermeister zu wählen. Max Heindl schlug für die Bürgerliste Vanessa Brüderer als zweite Bürgermeisterin vor. Sie erhielt 47 Prozent Stimmen bei der Bürgermeisterwahl und bei der Marktratswahl erzielte sie das drittbeste Ergebnis. Der Wählerwille sei hier klar erkennbar. Vanessa Brüderer hätte gerne die Chance gehabt, Stellung zu nehmen zu Punkten die gegen ihre Wahl sprechen. Bürgermeister Kammerer erklärte. dass es nur um Wahlvorschläge ginge, nicht um weitere Reden. Von den Freien Wählern schlug Stefan Lippik Friedrich Janner als Kandidaten vor, da er fest im Markt Mantel verwurzelt ist und schon viele Jahre im Marktgemeinderat tätig sei. Mit zehn Stimmen setzte sich Janner gegen Brüderer durch. Bei der Wahl zum weiteren Stellvertreter/in schlug Franziska Göppl für die SPD Daniela Fuhrmann vor. Daniela arbeitet konstruktiv und zielgerichtet, ihr Argument. Mit acht Stimmen ging das Amt der dritten Bürgermeisterin an Daniela Fuhrmann. Friedrich Janner und Daniela Fuhrmann wurden vereidigt. Für den Fall der gleichzeitigen Verhinderung aller Bürgermeister wurden als weitere Stellvertreter in der Reihenfolge des an Lebensjahren ältesten Marktgemeinderatsmitglied einstimmig bestimmt. Bei der Geschäftsordnung wurde als Sitzungstag der erste Donnerstag im Monat vorgeschlagen, die Sitzungen sollen um 18.30 beginnen. Max Heindl von der Bürgerliste gefiel das nicht. „Der Dienstag hat sich in vielen Gemeinden bewährt. Außerdem sind einige Donnerstage Feiertage oder Brückentage“. Gegen die vier Stimmen der Bürgerliste wurde der neue Sitzungstag festgelegt. Diskutiert wurden auch die Ausschüsse. Hier wurden fünf Sitze vorgeschlagen, und zwar einer für jede Partei bzw. Gruppierung, im Rechnungsprüfungsausschuss würde die CSU zwei Sitze erhalten. Max Heindl schlug vor, die Zahl der Mitglieder auf sieben zu erhöhen, dass die Bürgerliste und CSU je nach Wahlergebnis bei den Kommunalwahlen zwei Sitze hätten. Laut Vorschlag des Bürgermeisters sollten die bisherigen fünf Ausschüsse auf drei verkleinert werden. Die Ausschüsse Kultur- Freizeit und Jugend sowie der Ausschuss für Familie, Senioren und Soziales sollen dem Haupt- Ausschuss zugeordnet werden. Max Heindl hätte diese beiden Ausschüsse lieber zusammengefasst. Franziska Göppl und Daniela Fuhrmann von der SPD hielten dagegen, dass Sitzungen Geld kosten und der Hauptausschuss genüge. Mehrheitliche Meinung des Gremiums war, dass es in Mantel auch Familien- Senioren- und Jugendbeauftragte gäbe. Ein Ausschuss sollte klein gehalten sein. Gegen die vier Stimmen der Bürgerliste wurden dann Haupt-,Finanz- und Personalausschuss, sowie Bau und Umweltausschuss und Rechnungsprüfungsausschuss mit einem Vorsitzendem und fünf weiteren Mitgliedern des Gemeinderates beschlossen. Bei der Besetzung der Ausschüsse stellte Max Heindl den Antrag auf Rückstellung, da die Bürgerliste zu wenig Unterlagen für eine ordnungsgemäße Beratung innerhalb der Fraktion erhalten habe. Die Tagesordnung hätte sie erst wenige Tage vorher erhalten. Dem Antrag wurde stattgegeben. Gleiches galt für die Vertreter zur Verbandversammlung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung und der Planung, Bau und Unterhaltung Kläranlage. Die Bürgerleiste hat keine Erfahrung im Zweckverband, es lag auch keine Satzung vor, der Punkt wurde ebenfalls verschoben. Abschließend wurde Bürgermeister Richard Kammerer zum Eheschließungsbeamten bestellt. Dieser bestätigt, dass er gerne in seiner Freizeit am Samstagvormittag oder Nachmittag Paare traut wenn diese es wünschen.

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