Platzmangel bei Sitzung des Marktgemeinderates

Veröffentlicht am 15.06.2026 - Redakteur: Eva Seifried

Das Interesse der Zuhörer bei den Sitzungen des Marktgemeinderates nimmt immer noch zu. Bei der letzten Sitzung gab es nicht mehr genügend Stühle für die Gäste, einige verfolgten vom Flur aus durch die offene Tür die Sitzung im Stehen. Die Bürgerliste hatte einen Antrag auf Einberufung einer Marktgemeinderatsitzung gestellt. Es ging um den Erlass einer neuen Geschäftsordnung. Max Heindl von der Bürgerliste hatte erhebliche Einwände. Die Dokumente hätten erhebliche rechtliche Fehler. Vanessa Brüderer wollte einen Entwurf der Bürgerliste vorstellen, dies wurde mehrheitlich abgelehnt. Die Punke Geschäftsordnung und Erlass einer Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts wurden dann abgesetzt. Wie Christoph Müller von der CSU ausführte, können diese Erlässe jederzeit geändert werden. Die Bürgerliste hatte einen Antrag über Akteneinsichtsrechts des Marktgemeinderates bezüglich des kommunalen Sachbuches gestellt. Das sorgte für rege konträre Diskussionen. Die Bürgerliste schlug vor, dass Vanessa Brüderer und Max Heindl und gegebenenfalls weitere Marktratsmitglieder mit der Durchführung der Akteneinsicht beauftragt werden sollen, Es ging vor allem um die Sanierung des Feuerwehrhauses, Baumaßnahme Ossangerweg, Umbau und Sanierung Mehrzweckhalle und Umbau und Sanierung Gasthaus Post und Pleitegeier. Es sollten Buchungsbelege, Förderbescheide und Ingenieurverträge unter anderem vorgelegt werden. Wie Max Heindl von der Bürgerliste erklärt, hat er sich zusammen mit Vanessa Brüderer drei Wochenintensiv mit den Beschlüssen befasst. Die Beschlüsse geben nicht ausreichend Zahlen bekannt. Im Verwaltungshaushalt wird derzeit und auch im Vorjahr schon ein Minus erwirtschaftet. „Wir könnten weder Zinsen noch Tilgung für einen Kredit aufbringen“, so Heindl. Der Haushalt 2025 musste nicht genehmigt werden da keine Kreditaufnahme erforderlich war. „Wir müssen den Verwaltungshaushalt auf die Reihe bringen, damit wir kreditfähig sind“, warnte Heindl. Aus den Rücklagen sind seit 2025 erhebliche Mittel abgeflossen, wir möchten sehen, wo das Geld genau hingegangen ist“. „Wir dürfen nicht handlungsunfähig werden“, was machen wir, wenn wir keinen Kredit aufnehmen dürfen, worauf das Landratsamt in einem Schreiben hinweist. Diese Sorgen konnte das restliche Gremium nicht nachvollziehen. Christoph Müller von der CSU erklärte das bisher jeder Marktrat bei der Kämmerin Einsicht nehmen konnte und Auskunft bekam. Stefan Lippik von der FWG sah dies als doppelte Prüfung denn es gäbe ja den Rechnungsprüfungsausschuss-Laut Daniela Fuhrmann von der SPD gehe es hier um Vergangenheit. Bürgermeister Richard Kammerer konterte, dass wir genug Gremien haben und er sieht nicht ein, dass ein weiteres Gremium gebildet werden soll. Friedrich Janner von der FWG erklärte, dass alle Fragen auf Antrag immer sauber abgearbeitet wurden und die Kämmerin als Fachfrau heute nicht in der Sitzung sein. Heindl wollte die Kosten transparent machen. Laut Friedrich Janner sei dies der falsche Weg, der müsse über die Kämmerin führen, es wird den Leuten suggeriert hier stimme was nicht. Vanessa Brüderer fragte: „Warum habt ihr Angst, diese Zahlen zu benennen. Christoph Müller von der CSU erklärte, dass es keinesfalls illegale Geschäfte gab und die Zahlen jedes Jahr vom Rechnungsprüfungsausschuss und auch überörtlichen Rechnungsprüfungsausschuss kontrolliert werden. Die Bürgerliste konnte sich nicht durchsetzen mit zehn Gegenstimmen wurde der Antrag abgelehnt. Relativ reibungslos ging dann die Besetzung der Ausschüsse über die Bühne. Im Haupt-, Finanz- und Personalausschuss sind für die CSU Christoph Müller mit Stellvertreter Ulrike Schiller, für die Bürgerliste Vanessa Brüderer mit Stellvertreter Max Heinl, für die FWG Stefan Lippik mit Stellvertreter Friedrich Janner, für die AfD Hermann Schröder mit Stellvertreter Markus Gräf und für die SPD Daniela Fuhrmann mit Stellvertreterin Franziska Göppl vertreten. In den Bau- und Umweltausschuss wurden berufen für die CSU Johannes Wittmann mit Stellvertreter Christoph Müller für die Bürgerliste Reinhold Meier mit Vertretung durch Siegfried Janner, die FWG vertreten Stefan Lippik mit Vertretung Friedrich Janner, die AfD Markus Gräf mit Vertreter Hermann Schröder und die SPD Franziska Göppl mit Vertretung Daniela Fuhrmann. Für den Rechnungsprüfungsausschuss wurden als Vorsitzende Ulrike Schiller und Max Heindl vorgeschlagen, da beide sieben Stimmen erhielten bleibt der Posten vorerst unbesetzt. Im Rechnungsprüfungsausschuss sind Ulrike Schiller von der CSU, Max Heindl für die Bürgerliste Stefan Lippik für die FWG, Markus Gräf für die AfD und Daniela Furhmann für die SPD. Vertreter sind Johannes Wittmann Vanessa Brüderer, Friedrich Janner Hermann Schröder und Franziska Göppl. Die nächste Sitzung des Marktgemeinderates findet bereits am Donnerstag, 18. Juni um 18.30 Uhr im Sitzungszimmer im Gemeindezentrum statt. Der Platzmangel wird wohl weiterhin bestehen da es durch den Umbau des Feuerwehrhauses und die Sanierung der Mehrzweckhalle keine Ausweichmöglichkeit gibt.

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