Veröffentlicht am 25.01.2026 - Redakteur: Eva Seifried
Zweiter Bürgermeister Siegfried Janner hatte einen Antrag gestellt und um die Bekanntgabe der genauen Kosten für die Erweiterung und Sanierung des Feuerwehrhauses gebeten. Obwohl der Antrag kurzfristig eingegangen war, legte Bürgermeister Richard Kammerer die entsprechenden Zahlen vor. Dabei handle es sich um die Kostenaufstellung, die gemeinsam mit dem Architekturbüro erarbeitet worden sei.
Kammerer wies darauf hin, dass zum Zeitpunkt der Kostenschätzung im Jahr 2021 zahlreiche zusätzliche Leistungen noch nicht bekannt gewesen seien und daher nicht berücksichtigt werden konnten. So kam es allein bei den Erschließungskosten zu Mehrkosten von rund 80.000 Euro, unter anderem durch die Neuverlegung einer leistungsstärkeren Leitung durch das Bayernwerk sowie die Umverlegung der bestehenden Gasleitung.
Im Bereich der Entwässerung fielen Mehrkosten in Höhe von etwa 140.000 Euro an, da eine großflächige Rigole als Zwischenspeicher für Regenwasser eingebaut werden musste. Diese Auflage wurde vom LRA erteilt, um bei Starkregen eine Überlastung des Kanals zu vermeiden.
Der statische Nachweis wurde auf Grundlage einer statischen Vordimensionierung erstellt. Durch die statische Berechnung kam es zu zusätzlichen Leistungen in der Fundamentierung und bei statischen Verbindungsmitteln im Holzbau. 4.000 Euro kostete eine zusätzliche Ausgangstüre. Auf Hinweis der Regierung mussten weitere Innentüren verbaut werden, hier fielen zusätzliche Kosten von 8.000 Euro in etwa an. Die Photovoltaikanlage war in der Kostenschätzung nicht enthalten und schlägt mit etwa 50.000 Euro zu Buche.
Bei den Außenanlagen wurde ursprünglich von einer Fläche von 720 Quadratmetern ausgegangen, inzwischen werden jedoch rund 1.000 Quadratmeter beplant. Hinzu kommen die Pflasterung des Weges zu den Wertstoffcontainern sowie ein zusätzlicher Hydrant, was Mehrkosten von etwa 87.500 Euro verursacht.
Aufgrund erheblicher Kostensteigerungen in den Jahren nach der Corona-Pandemie erfolgte eine Anpassung der Honorarkosten, die zu einer Erhöhung der Baunebenkosten um ca. 140.000 Euro führte.
Durch erhebliche Eigenleistungen der Feuerwehr konnte den Preissteigerungen entgegengewirkt und zugleich ein Teil der Kosten eingespart werden. So wurden durch den Ausbau der Hallentore Einsparungen in Höhe von 2.500 Euro erzielt, weitere 2.500 Euro durch den Bodenbelag im Bereitschaftsraum. Tägliche Kleinarbeiten können mit rund 10.000 Euro bewertet werden.
Durch den Verzicht auf Estrich und Fußbodenheizung in den Lagerräumen konnten weitere 10.000 Euro eingespart werden. Die Eigenmontage der Schwerlastregale sowie weitere Arbeiten führten zu zusätzlichen Einsparungen von etwa 2.500 Euro.
Dies stellt nur einen kleinen Ausschnitt der zahlreichen Eigenleistungen der engagierten Kameradinnen und Kameraden dar.
Wie Kammerer ausführte, belaufen sich die Gesamtkosten einschließlich der Nachträge derzeit auf 2.349.000 Euro. Bis zur Fertigstellung kommen weitere Kosten von rund 581.000 Euro hinzu. An staatlicher Förderung kann der Markt Mantel mit 363.000 Euro rechnen.
Sitzungsleiter Kammerer informierte das Gremium darüber, dass der Genehmigungsbescheid des Bundes für den Glasfaserausbau inzwischen eingegangen ist. Damit sei eine Bundesförderung in Höhe von 50 Prozent gesichert. In einem nächsten Schritt erfolge nun die Ausschreibung durch die IKT. Nach Feststellung der tatsächlichen Gesamtkosten werde beim Bund die endgültige Genehmigung eingeholt, anschließend solle die Landesförderung in Höhe von 40 Prozent beantragt werden.
Die nächste Sitzung des Gremiums ist für den 24. Februar geplant.
Zudem ging Kammerer auf die Entwicklung des Gewerbegebiets Mühlbach ein. Hier bestehe bereits ein Vorvertrag mit dem Grundstückseigentümer, zudem gebe es konkrete Anzeichen dafür, dass sich weiteres Gewerbe ansiedeln könnte.