Veröffentlicht am 29.07.2026 - Redakteur: Elisabeth Grassler (Text und Bild)
Asterix und Obelix sprechen wie wir, echte Oberpfälzer halt – und die Römer hom si die ganze
Owapfalz unter’n Nogl gerissn, bis af a Kaff vull nascher Owapfölzer. Da gehören Asterix und
Obelix natürlich dazu – Christian Witt macht es möglich, weil er einen Band der Comic-Serie ins
Oberpfälzische übertragen hat: Asterix und as bäihmische Schüddl. Eine übersetzerische
Meisterleistung mit viel Sprachwitz und Fingerspitzengefühl für sprachliche Eigenheiten.
In der Marktbibliothek Mantel brachte Christian Witt sein Werk einem interessierten und gut
aufgelegten Publikum näher. Mal laut, mal leise ließ er seine Gestalten lebendig werden.
Majestix musste wegen Leberbeschwerden zur Kur ins Sibyllenbad, begleitet von Asterix und
Obelix. Die haben den passenden Zoigl-Zaubertrank dabei, um den römischen Gefahren im
Stiftland gewachsen zu sein. Dort treffen sie auf den römischen Sonderbeauftragten Tullius
Ramasurius. Es muss nämlich das bäihmische Schüddl gefunden werden, um damit einen Festzug
in Diascharaad zu veranstalten. Die Römer erhalten die übliche Behandlung, zum Vergnügen des
Publikums lautmalerisch dargestellt von Christian Witt. Auch die lateinischen Zitate erhalten eine
passende freie Übersetzung im Dialekt. Natürlich darf Cäsar nicht fehlen, und wie es am Ende mit
dem bäihmischen Schüddl ausgeht, wird nicht verraten. Schließlich sollen wir ja das Buch selber
zu Ende lesen.
Christian Witt versteht es, seine Zuhörer zu fesseln und ihnen den Dialekt perfekt zu
präsentieren. Für Zugereiste vielleicht manchmal schwierig zu verstehen, aber für Sprachkundige
ein großes Vergnügen, wenn von Wüldsei, Schwammerla oder dem Birscherl die Rede ist.
Fragen, wie die Übersetzung funktioniert, welche Regeln und Abläufe es gibt, beantwortete er
ausführlich. Natürlich signierte er im Anschluss die gekauften Bücher. Im nächsten Jahr soll ein
weiterer Band erscheinen. Dann dürfen sich alle Asterix-Fans auf ein neues oberpfälzisches
Abenteuer freuen.